Die Bucht, die im Mondlicht versank

Infos zum Buch

Autor: Lucy Clarke
Verlag: PIPER
Seiten: 416
Genre: Roman
ISBN: 978-3-492-06027-1
Preis: 15,00 €

Klappentext:

Als Jacob sich von seiner Mutter Sarah verabschiedet, um zu einer Strandparty zu gehen, ist alles wie immer. Am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war: Jacob ist verschwunden. Vor genau sieben Jahren verschwand auch Marley an diesem Strand, der Sohn von Sarahs bester Freundin Isla. Später wurde er tot geborgen. Verzweifelt sucht Sarah nach Spuren und stößt dabei auf viele Fragen: Wo war ihr Mann in der Nacht, als Jacob verschwand? Warum sind Jacobs Klamotten in Islas Haus? Und was verschweigt der Fischer, der damals Marleys Leiche fand? Stück für Stück setzt sich ein Bild der Ereignisse zusammen, das Sarah dazu zwingt, sich endlich einer Wahrheit zu stellen, vor der sie so viele Jahre lang die Augen verschlossen hat.

Meine Rezension zum Buch:

Die seit Kindertagen befreundeten Sarah und Isla gehen gemeinsam durch dick und dünn, sind immer zur Stelle, wenn die Eine die Andere braucht und haben schon so einige Schicksalsschläge zusammen gemeistert. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie jeden Sommer gemeinsam Tür an Tür am Strand verbringen. Die fast zeitgleiche Geburt ihrer Söhne krönte diese tiefgehende Freundschaft. Doch eines Nachts verschwindet Sarahs Sohn Jacob. Von da an bröckelt die innige Freundschaft der beiden. Während der Suche nach Jacob kommen immer mehr Fragen auf, als beantwortet werden.

In zwei Zeiten wird die Geschichte spannend präsentiert. In der Gegenwart erzählt Sarah die aktuellen Ereignisse, verarbeitet das Verschwinden ihres Sohnes und hält den Leser über die neusten Entwicklungen der Suche nach ihm auf dem Laufenden. Nebenbei erhält man durch Isla Einblicke in die Vergangenheit, in der Vorgeschichten und Hintergründe näher erläutert und Zusammenhänge zur Gegenwart hergestellt werden. Damit werden nach und nach die unterschiedlichen Hinweise zu einer gesamtheitlichen Handlung, bis sich beide in der Gegenwart treffen.

Schon aus den ersten Büchern der Autorin weiß ich, dass Lucy Clarke eine Meistern ist, den Leser bei Laune zu halten und ihm die nötige Spannung zu bieten. Stück für Stück wird das Puzzle aus Ungereimtheiten und Halbwahrheiten zusammengesetzt. Man kann nur erahnen, dass ein bedeutender Hinweis zur in der Nacht von Jacobs Verschwinden fehlen muss, denn immer wenn man glaubt, man weiß jetzt endlich was passiert ist, überrascht die Autorin mit neuen Wahrheiten. Wie viel Schuld hat wer an dieser Tragödie?

In manchen Teilen des Romans neigt man dazu sich im Kreise zu drehen, dennoch lohnt es sich, dran zu bleiben. Die bildliche Schreibweise der Autorin lässt einen live dabei sein, als wäre man selbst am Ort des Geschehens. Das schlüssige Ende überrascht während es alle Fragen beantwortet.

Lucy Clarke bleibt auch mit diesem Buch ihrem Schreibstil treu. So konnte man die Ähnlichkeit zu ihren anderen Büchern spüren, was gut aber auch ein Stück weit einfallslos ist. Die Spannung kann sie durch einige Überraschungen dabei immer auf dem Höhepunkt halten. Also gebt dem Titel eine Chance, ihr werdet es nicht bereuen!

Weitere Bücher von Lucy Clarke: Die Landkarte der Liebe, Der Sommer, in dem es zu schneien begann, Das Haus das in den Wellen verschwand

Bewertung:

4 von 5

*Werbung, Markennennung – Buch selbst gekauft!

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